Norikusbucht
Ausgangszustand
In der Norikusbucht war kaum eine Durchströmung vorhanden, sodass sich dort vermehrt organisches Material und Sedimente ablagerten.
Umbaumaßnahme
Durch einen 400 m langen Leitdamm wurde die neu gestaltete Bucht mit rund 5 ha Wasserfläche vom Unteren Wöhrder See abgetrennt. Zunächst wurde eine Spundwand aus Stahl bis auf eine Tiefe von etwa 13 m in den Seeboden eingerammt. Im Anschluss daran folgte die eigentliche Herstellung des Dammbauwerkes durch Aufschüttung von ca. 12 000 m³ Material. Dies entspricht ungefähr 1000 LKW-Ladungen. Um den Freizeitwert am Wöhrder See zu steigern, wurde auf dem Damm ein Fußweg angelegt. So können Spaziergänger und Freizeitsportler den See ganz nahe genießen. In den Wintermonaten wird der Damm zum Schutz der zahlreichen Vögel gesperrt, da sie sonst von Spaziergängern in ihrer Ruhephase gestört werden.
Ergebnis
Die „Norikusbucht“ ist die zentrale Wasserbaumaßnahme, um die Fließgeschwindigkeit im Unteren Wöhrder See zu erhöhen und somit Ablagerungen zu verhindern. Zudem wurde hier mitten in der Stadt ein naturnaher Badebereich geschaffen, der von den Nürnbergern mit Begeisterung angenommen wird.
Funktion Norikusbucht
Hier strömt das Wasser vom Wöhrder See in die Bucht ein. Ein beweglicher „Verschluss“ erlaubt es, die Wassermenge je nach Bedarf zu dosieren. Bei starker Trübung des Wöhrder Sees, z.B. bei Starkregen, wird der Zulauf in die Bucht geschlossen. Schwebstoffe und andere Belastungen werden zurückgehalten.
Das Seewasser strömt weiter Richtung Filterdamm. Pro Tag wird so das Wasser in der Bucht einmal ausgetauscht. Der Filterdamm besteht aus einer Aufschüttung von Kies mit einem Durchmesser von 8 bis 32 mm, der mit Schilf bepflanzt wurde. Durch die Reinigungswirkung dieses Kiesfilters wird die Wasserqualität erheblich verbessert.
Der Leitdamm mit Durchfahrtmöglichkeit für das Mähboot „Molly" trennt die Badebucht vom restlichen Wöhrder See ab.
Um mit dem Mähboot „Molly“ in die Bucht einfahren zu können, wurde eine 4 m breite Durchfahrtmöglichkeit im Leitdamm geschaffen.
Beim Auslauf läuft das Wasser aus der Bucht ab. Das Wasser stürzt hier 2 m in die Tiefe und fließt weiter in die Goldbachverrohrung. Durchflussmenge und der Wasserstand in der Bucht können am Auslauf geregelt werden.
