Ökozone
Artenvielfalt entsteht dort, wo die entsprechenden Lebensräume zur Verfügung stehen. Weite Bereiche des Oberen Wöhrder Sees wie z.B. die Ufergehölze aus Erlen und Weiden sind bereits sehr naturnah, stellenweise auwaldartig ausgeprägt. Andere typische Lebensräume wie z.B. blütenreiche Staudensäume oder Flachufer mit Röhricht fehlen bisher. Um die Entwicklung dieser Lebensräume zu ermöglichen, werden steile Uferböschungen des Oberen Wöhrder Sees abgeflacht. Zusätzlich werden neue Inseln angelegt. Als weiteren positiven Nebeneffekt erhöhen die Maßnahmen die Fließgeschwindigkeit im See. Dies führt zu weniger Ablagerungen, welche sonst in regelmäßigen Abständen ausgebaggert werden müssten. Im Röhricht finden Klein- und Jungfische einen neuen Lebensraum. Auch für Vögel wie z.B. Haubentaucher, Zwergtaucher, Rallen und verschiedene Rohrsängerarten ist dies der ideale Brutplatz. Die Ringelnatter findet Unterschlupf, die Libelle hat ein Jagdrevier und andere Insekten können das Röhricht als Überwinterungsquartier nutzen.
Folgende Maßnahmen sind noch vorgesehen:
• Fischweg – Herstellung der aquatischen und amphibischen Durchgängigkeit am Wehr an der Flußstraße
• Naturbeobachtung – Aussichtspunkt bzw. Zugang zur Wasserfläche machen die Natur hautnah erlebbar
