Ökoinseln
Ausgangszustand
Das Nordufer des Unteren Wöhrder Sees fällt meist steil ab – ein Schilfgürtel ist nicht vorhanden. Gerade dieser Schilfgürtel ist nicht nur ein wichtiger Lebensraum für die Tiere und Pflanzen, sondern trägt auch zu einem kleinen Teil der Selbstreinigung des Sees bei.
Umbaumaßnahme
Deshalb wurden zwischen Sandstrand und Boulevard drei Ökoinseln mit nahezu 1000 m2 Fläche angelegt und mit Röhricht (Schilf, Rohrkolben, usw.) bepflanzt.
Ergebnis
Die Inseln sind ein völlig neuer Lebensraum am Unteren Wöhrder See. Fische finden in den mit groben Steinen aufgeschütteten Inseln Unterstände. Diese bieten auch geschützte Rückzugszonen in den Hohlräumen. Auch Jungfische finden hier ein reiches Nahrungsangebot und Schutz vor Fressfeinden. Schilf ist Lebensraum für viele Insekten, z. B. Libellen und Schmetterlinge. Auch Krebse und Muscheln siedeln sich dort gerne an. Besonders interessant sind Schilfflächen für verschiedene Vogelarten. Singvögel, Rallen oder Enten nutzen es sehr gerne als Brutplatz. Sie haben mit den Inseln geschützte Bereiche, die von Land aus nicht zugänglich sind. Die Schilf- und Röhrichtbereiche tragen zur Selbstreinigung der Gewässer bei, da lebende Bakterien und kleine Wassertiere in ihren Wurzelgeflechten organisches Material zersetzen.
